Vereisung des Balatons im Spiegel der Kleinen Eiszeit

Überlegungen zu holozĂ€ner KlimavariabilitĂ€t durch ozeanisch-atmosphĂ€rische RĂŒckkopplungen am Beispiel der Kleinen Eiszeit - unter Bezugnahme zu historischen und gegenwĂ€rtigen Vereisungen am Balaton

Michael Hahl, Geograph



1. Einleitung

Die Kleine Eiszeit (LIA), deren Zeitraum in der Fachliteratur meist von etwa 1300 bis 1850 oder 1900 angegeben ist, wird traditionell als Ergebnis einer Kombination externer Forcings interpretiert, insbesondere erhöhter vulkanischer AktivitĂ€t und reduzierter solarer Einstrahlung. Diese ErklĂ€rung greift jedoch zu kurz, um den beobachteten raschen Übergang von der mittelalterlichen Warmphase in eine mehrere Jahrhunderte andauernde KĂ€lteperiode vollstĂ€ndig zu erklĂ€ren.

Die Arbeiten von Lapointe & Bradley (2021, 2025) eröffnen hier eine alternative Perspektive: Das Klimasystem wird als nichtlinear verstanden, mit der FĂ€higkeit zu abrupten Zustandswechseln explizit durch interne Dynamiken, in diesem Fall durch ozeanisch-atmosphĂ€rische Wechselwirkungen und RĂŒckkopplungen. 

Damit rĂŒckt die Frage nach der grundsĂ€tzlichen KlimavariabilitĂ€t innerhalb der gegenwĂ€rtigen, als HolozĂ€n bezeichneten Warmzeit in den Vordergrund.

Der vorliegende Beitrag verbindet eine palĂ€oklimatische Perspektive mit einer regionalen Beobachtungsebene: der Vereisungsgeschichte des Balaton in Westungarn. Ziel ist es, regionale EisphĂ€nologien als Indikatoren klimatischer VariabilitĂ€t zu diskutieren, ohne ihnen eine kausale Rolle fĂŒr großrĂ€umige Klimaprozesse zuzuschreiben.


2. VereisungsphÀnologie des Balaton seit 1885

Der sehr große, aber ausgesprochen flache Balaton ist mit einer LĂ€nge von 79 Kilometern, einer maximalen Breite von 14 Kilometern und einer mittleren Tiefe von rund 3 Metern sowie einem besonders flachen Randbereich an der sĂŒdlichen Uferlinie mit großflĂ€chigen Flachwasserzonen sowie mit seinem klimageographisch bedingten kontinentalen Winterklima besonders sensitiv gegenĂŒber Änderungen winterlicher Temperatur- und Zirkulationsbedingungen. 

Eine von Hahl (2026) zusammengestellte Zeitreihe basiert auf dem Langzeitdatensatz von Takåcs, Kern & Påsztor (2017/2018) sowie auf ergÀnzenden Beobachtungen ab 2018. Sie unterscheidet zwischen vollstÀndiger, geschlossener Eisdecke und partieller Vereisung (Uferzonen, Buchten, Eisfelder).

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Vereisung am Balaton in Westungarn - 1885 bis 2026

Jahr – Vereisung (Anzahl der Tage mit vollstĂ€ndiger Vereisung)
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1885 – vollstĂ€ndig (12 Tage)
1886 – partiell
1887 – partiell
1888 – vollstĂ€ndig (21 Tage)
1889 – vollstĂ€ndig (3 Tage)
1890 – vollstĂ€ndig (28 Tage)
1891 – partiell
1892 – partiell
1893 – partiell
1894 – vollstĂ€ndig (~100 Tg.?)
1895 – vollstĂ€ndig (15 Tage)
1896 – partiell
1897 – partiell
1898 – partiell
1899 – vollstĂ€ndig (10 Tage)

1900 – partiell
1901 – partiell
1902 – vollstĂ€ndig (8 Tage)
1903 – partiell
1904 – partiell
1905 – partiell
1906 – partiell
1907 – partiell
1908 – partiell
1909 – partiell
1910 – partiell
1911 – vollstĂ€ndig (6 Tage)
1912 – partiell
1913 – partiell
1914 – vollstĂ€ndig (20 Tage)
1915 – partiell
1916 – partiell
1917 – partiell
1918 – partiell
1919 – partiell

1920 – partiell
1921 – partiell
1922 – vollstĂ€ndig (15 Tage)
1923 – partiell
1924 – partiell
1925 – vollstĂ€ndig (23 Tage)
1926 – partiell
1927 – partiell
1928 – vollstĂ€ndig (35 Tage)
1929 – vollstĂ€ndig (28 Tage)
1930 – partiell
1931 – partiell
1932 – partiell
1933 – vollstĂ€ndig (5 Tage)
1934 – vollstĂ€ndig (12 Tage)
1935 – partiell
1936 – vollstĂ€ndig (10 Tage)
1937 – partiell
1938 – partiell
1939 – vollstĂ€ndig (8 Tage)

1940 – vollstĂ€ndig (60 Tage)
1941 – partiell
1942 – partiell
1943 – partiell
1944 – partiell
1945 – partiell
1946 – vollstĂ€ndig (83 Tage)
1947 – vollstĂ€ndig (83 Tage)
1948 – vollstĂ€ndig (25 Tage)
1949 – partiell
1950 – partiell
1951 – partiell
1952 – partiell
1953 – partiell
1954 – partiell
1955 – vollstĂ€ndig (15 Tage)
1956 – vollstĂ€ndig (25 Tage)
1957 – partiell
1958 – partiell
1959 – vollstĂ€ndig (8 Tage)

1960 – partiell
1961 – partiell
1962 – partiell
1963 – vollstĂ€ndig (12 Tage)
1964 – partiell
1965 – partiell
1966 – partiell
1967 – partiell
1968 – partiell
1969 – vollstĂ€ndig (4 Tage)
1970 – partiell
1971 – partiell
1972 – partiell
1973 – vollstĂ€ndig (15 Tage)
1974 – partiell
1975 – vollstĂ€ndig (10 Tage)
1976 – partiell
1977 – partiell
1978 – partiell
1979 – partiell

1980 – partiell
1981 – partiell
1982 – partiell
1983 – vollstĂ€ndig (3 Tage)
1984 – partiell
1985 – partiell
1986 – partiell
1987 – partiell
1988 – partiell
1989 – partiell
1990 – partiell
1991 – partiell
1992 – partiell
1993 – partiell
1994 – partiell
1995 – partiell
1996 – partiell
1997 – partiell
1998 – partiell
1999 – partiell

2000 – partiell
2001 – partiell
2002 – partiell
2003 – partiell
2004 – partiell
2005 – partiell
2006 – partiell
2007 – partiell
2008 – partiell
2009 – partiell

2010 – partiell
2011 – partiell
2012 – partiell
2013 – partiell
2014 – partiell
2015 – partiell
2016 – partiell
2017 – vollstĂ€ndig (24 Tage)

2018 – partiell
2019 – partiell
2020 – partiell
2021 – partiell
2022 – partiell
2023 – partiell
2024 – partiell
2025 – partiell

2026 – vollstĂ€ndig (Dauer zum Zeitpunkt der vorliegenden Bearbeitung noch nicht ermittelt)

Bearbeitung der Liste 1885-2026: Michael Hahl, unter Verwendung eines Datensatzes zur langfristigen Eis-PhĂ€nologie fĂŒr den Balaton (1885–2017), verfĂŒgbar ĂŒber PANGAEA (TakĂĄcs, Kern & PĂĄsztor 2017/2018), https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.881053?utm_source=chatgpt.com sowie von Medienberichten und eigenen Beobachtungen zur Vereisung des Balaton ab 2018

Anmerkung zum Begriff "partiell": Hier geht es um eine rĂ€umlich begrenzte Eisbildung (Uferzonen, Buchten, Flachwasser, Eisfelder, kurzzeitig tragfĂ€hige Abschnitte) ohne durchgehend geschlossene Eisdecke ĂŒber den gesamten See. Zu beachten ist: In manchen Jahren gab es nur partielle Eisbildung an Uferzonen, in anderen Jahren wiederum schon grĂ¶ĂŸere, aber immer noch partielle Eisfelder, in einigen Jahren aber eine geschlossene, tragfĂ€hige Eisdecke, hier als vollstĂ€ndig bezeichnet. Ăœber MĂ€chtigkeit oder StabilitĂ€t der Eisdecke gibt es in dieser Auflistung keine konkretisierenden Angaben.

Der Faktor "geschlossene Eisbedeckung" wird in dieser Bearbeitung als Kriterium fĂŒr klimatische Entwicklung und Schwankung vorgeschlagen. Zu relativieren ist hierbei, dass nicht nur höhere Temperaturen, sondern auch Windaufkommen und Wellenbildung ĂŒber eine vollstĂ€ndige Vereisung entscheiden. Eine stabile meteorologische Hochdrucklage ist daher eine weitere Voraussetzung.
 
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Die von Hahl (2026) sowie zuvorderst von TakĂĄcs, Kern & PĂĄsztor (2017/2018) zusammengestellten Daten zeigen nach Auffassung des Verfassers: 

Seit 1885 - auch nach dem allmĂ€hlichen Ende der Kleinen Eiszeit - ist aufgrund des stark kontinental geprĂ€gten Klimas zumindest von partieller Eisbildung in allen Winterjahren auszugehen. Wiederholte vollstĂ€ndige Vereisungen sind vielfach dokumentiert, teils mit sehr langer Dauer (z. B. 1894, 1946/47). 

Eine HĂ€ufung von zusammenhĂ€ngenden Vereisungen ab 1885 ist als AuslĂ€ufer der Kleinen Eiszeit gut nachvollziehbar. Allerdings ist eine lineare Entwicklung nicht zu erkennen, sondern es zeigt sich eine ausgeprĂ€gte interannuelle und dekadische VariabilitĂ€t. 

Neben der Temperatur sind - wie bereits erwĂ€hnt - immer auch  WindverhĂ€ltnisse, Wellenbildung und stabile Hochdrucklagen entscheidende SteuergrĂ¶ĂŸen fĂŒr die Ausbildung einer geschlossenen Eisdecke. Als Beispiel kann der Februar 2022 mit Nachttemperaturen um -10°C betrachtet werden, was offenbar aufgrund der WindverhĂ€ltnisse nicht zu einer grĂ¶ĂŸeren Eisdecke fĂŒhrte. 

Des Weiteren kann auch Eutrophierung eines Sees zur verzögerten und verkĂŒrzten Eisdeckenbildung beitragen, worauf in spezifischen Bearbeitungen zur Klimageographie und GewĂ€sserökologie nicht nur am Balaton noch explizit einzugehen ist. So hatte am Balaton die Eutrophierung in den 1980ern und bis in die 1990er Jahre wohl einen Höhepunkt erreicht, ehe es durch die Anlage und Renaturierung des Kis-Balatons (Phase II: FenĂ©ki-See und weitere Teile), mit vollstĂ€ndiger Umsetzung erst in den 1990ern und 2000er Jahren, zu einer leichten Besserung kam (dazu auch Hahl 2025). 

Durchaus auffĂ€llig sind insbesondere zwei vollstĂ€ndige Vereisungen mit mehrwöchiger Eisbedeckung in jĂŒngerer Zeit (2017, 2026).

Aufgrund der Beobachtung, dass die vollstĂ€ndige Vereisung des Balatons im Januar 2026 medial als selten gewordenes Naturschauspiel dargestellt wird, soll hier im kritischen Gegensatz dazu eine andere, wohl eher ungewöhnliche Perspektive mit einer zu diskutierenden Hypothese eingenommen werden: 

Ist es denkbar, dass die signifikant starken Eisbildungen am Fallbeispiel Balaton besonders in den Jahren 2017 und 2026 nicht nur meteorologische Ausreißer sind, sondern Hinweise auf abrupte KlimavariabilitĂ€t und möglicherweise auf eine einsetzende AbkĂŒhlungsphase im grĂ¶ĂŸeren geographischen Maßstab geben könnten? 

Um diesen Sachverhalt zu erörtern, bietet sich ein Blick auf holozĂ€ne natĂŒrliche Klimaschwankungen an, zu denen im besonderen Maße die so genannte Kleine Eiszeit gehört. 


3. Abrupte KlimavariabilitÀt und ozeanisch-atmosphÀrische Wechselwirkungen

Lapointe & Bradley (2021, 2025)
rekonstruieren den Beginn der Kleinen Eiszeit als abrupten Klimawechsel im Nordatlantikraum. 
 
Zentrale Elemente dieses Prozesses sind:

- ein anomal starker Zustrom warmen Atlantikwassers in die nordischen Meere,

- hierdurch verstÀrkte Ablation und Ablösung sowie Export arktischen Meereises,

-  als Folge erhöhter SĂŒĂŸwassereintrag in den Nordatlantik,

- daraus resultierend wiederum eine AbschwÀchung der atlantischen UmwÀlzzirkulation,

- es handelt sich folglich um selbstverstĂ€rkende Ozean-AtmosphĂ€re-RĂŒckkopplungen.

Externe Forcings wie Vulkanismus oder SonnenfleckenaktivitĂ€t können diesen Prozess modulieren, sind jedoch nicht zwingend erforderlich, um ihn auszulösen. 

Damit erscheint die Kleine Eiszeit als Ausdruck interner KlimavariabilitĂ€t. Das heißt, das Prozessresponssystem, das in diesem Fall besonders die Faktoren atmosphĂ€rische Konstellationen, Meeresströmungen, arktische Eisschmelzen und wiederum RĂŒckkopplungen auf die ozeanische Zirkulation beinhaltet, fĂŒhrt zu Wechselwirkungen mit verstĂ€rkenden oder abschwĂ€chenden RĂŒckkopplungsprozessen. 
 
Halten wir also fest: Das Einsetzen der mehrere Jahrhunderte andauernden klimatischen AbkĂŒhlung, die in der holozĂ€nen Klimageschichte als Kleine Eiszeit bekannt ist, kann allein durch das System atmosphĂ€risch-ozeanischer Zirkulation samt seiner RĂŒckkopplungen mit arktischer Eisschmelze und Ablation erklĂ€rt werden.   


4. Diskussion: Szenarien klimatischer AbkĂŒhlung

Die Verbindung der beiden Betrachtungsebenen – palĂ€oklimatische Rekonstruktion und regionale EisphĂ€nologie – erlaubt keine Prognose, wohl aber eine szenarienoffene Bewertung.

Die gegenwĂ€rtige Warmzeit, die als HolozĂ€n bezeichnet wird, war niemals ein stabiler Endzustand eiszeitlicher AbkĂŒhlung, sondern Teil einer - im Prinzip als spĂ€tpleistozĂ€n einzuordnenden -  Klimadynamik mit wiederholten KĂ€lteepisoden und WĂ€rmephasen. 

Regionale Eiswinter wie jene am Balaton zeigen, dass langanhaltende Frostperioden in Mitteleuropa weiterhin möglich sind. Sie sind natĂŒrlich nicht frĂŒhzeitig mit einer Situation wie zu Beginn der Kleinen Eiszeit gleichzusetzen, verdeutlichen jedoch die prinzipielle FĂ€higkeit des Klimasystems zu abrupten UmschlĂ€gen. 

Der Balaton kann hierbei als sensibler regionaler Indikator fĂŒr KlimavariabilitĂ€t im zumindest mittel-/osteuropĂ€ischen Maßstab herangezogen werden. 

Anhand der VereisungsphĂ€nologie am Balaton 1885 bis 2026 ist festzuhalten, dass es keine lineare klimatische Entwicklung seit Ausklingen der Kleinen Eiszeit gab oder etwa  heute geben wĂŒrde. Vielmehr zeigen die Vereisungsdaten bereits eine signifikante VariabilitĂ€t innerhalb eines Zeitraums, der am Ende der Kleinen Eiszeit einsetzt. 

Die Arbeiten von Lapointe & Bradley sowie die EisphĂ€nologie des Balaton fĂŒhren zu einem gemeinsamen Befund: Abrupte AbkĂŒhlungen gehören grundsĂ€tzlich zum Dynamikspektrum des Klimasystems. Auch innerhalb der gegenwĂ€rtigen Warmzeit können solche Entwicklungen selbstverstĂ€ndlich nicht ausgeschlossen werden, da sie der pleistozĂ€n-holozĂ€nen Klimageschichte schlichtweg immanent sind. 

Die Kleine Eiszeit erscheint damit nicht als Ausnahme im Kontext einer holozĂ€nen Warmzeit, sondern als Ausdruck grundlegender KlimavariabilitĂ€t mit dem Potenzial einer systeminternen Selbstregulation samt verstĂ€rkenden oder abschwĂ€chenden RĂŒckkopplungseffekten. 

Regionale Beobachtungen wie die Balaton-Vereisungen liefern anschauliche Beispiele dafĂŒr, wie sich diese VariabilitĂ€t konkret manifestieren kann.


Literatur

Lapointe, F. & Bradley, R. S.
(2021). Little Ice Age abruptly triggered by intrusion of Atlantic waters into the Nordic Seas. Science Advances, 7(50), eabi8230. https://doi.org/10.1126/sciadv.abi8230

Lapointe, F. & Bradley, R. S. (2025).
Little Ice Age abruptly triggered by intrusion of Atlantic waters into the Nordic Seas.
Climate of the Past, 21, 1595–1610.
https://doi.org/10.5194/cp-21-1595-2025

Hahl, M. (2025): Umweltgeschichte und GewĂ€sserökologie im Umfeld des Balatons. EntwĂ€sserung, Flussregulierung, GewĂ€sserschutz und Renaturierung in den Senken des Zala-HĂŒgellands, im Flusstal der Zala und am Plattensee in West-Ungarn. Publiziert im Geoblog ZALA LANDSCHAFTEN (Blogspot) u. bei ResearchGate. 

Hahl, M. (2026). Vereisung des Balaton in Westungarn 1885–2026. In: Geoblog ZALA LANDSCHAFTEN (Telegram), Eintrag vom 17.01.2026

TakĂĄcs, M., Kern, Z., & PĂĄsztor, L. (2017/2018). Long-term ice phenology of Lake Balaton, 1885–2017. PANGAEA. https://doi.org/10.1594/PANGAEA.881053

Ungarn Heute (2017, 2026); Balaton Zeitung (2026) u.a.: Medien u. Online-Berichte zu Balaton-Vereisungen. 

Ferner: 

Copernicus Climate Change Service / ESSD (2018). European lake ice phenology database. Earth System Science Data, 10, 391–405.

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Acknowledgements

Dieser Artikel ist ein Experiment. Der Autor nutzte OpenAI’s ChatGPT nicht nur zur Recherche, sondern als unterstĂŒtzendes Hilfsmittel zur Ausarbeitung eines Manuskripts. Textlich werden im Artikel einige von ChatGPT entwickelte Passagen ĂŒbernommen. Überarbeitung, Korrektur, ErgĂ€nzung und abschließende schriftstellerische Ausarbeitung gehen auf den Autor zurĂŒck, ebenso wie die grundlegende fachliche Herangehensweise: Grundidee, Vorgabe und ZusammenfĂŒhrung der bearbeiteten Themen, ÜberprĂŒfung und Interpretation, geowissenschaftliche Argumentation und letztlich die Verantwortung fĂŒr den Inhalt liegen ausschließlich beim Autor. 

Anmerkung: Eine derartige fachliche Zusammenarbeit mit KI kann unter einer grundlegenden Bedingung möglich und dann ggf. effektiv sein, diese lautet: Der humanoide Anteil der Kooperation benötigt selbst die uneingeschrĂ€nkte Fachkompetenz, um eine derartige UnterstĂŒtzung verantwortlich, kontrolliert und sicher nutzen zu können. KI ersetzt keine Expertise! Kritisches Hinterfragen und ÜberprĂŒfen der ermittelten Information, mitunter auch Fehlinformation, ist maßgeblich und absolut notwendig. Unter Acknowledgements sollte bei KI-UnterstĂŒtzung, teilweise oder gar vollstĂ€ndig,  stets auf diese Vorgehensweise transparent hingewiesen werden! 

Persönliches Fazit: FĂŒr einen Blog-Artikel, wie hier erarbeitet, ist die Vorgehensweise unter den genannten Kriterien, behutsam ausgefĂŒhrt, machbar; fĂŒr ein Sachbuch beispielsweise, sofern es ein "Herzensprojekt" und nicht zuletzt ein Spiegel der eigenen Expertise sein will, sollte eine KI-UmterstĂŒtzung rein auf Recherchen begrenzt sein. Dies ist eine Frage des Stils, der IndividualitĂ€t, des Vertrauens und letztlich der Menschlichkeit. 
 
 
 
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Michael Hahl, deutscher Geograph, geboren 1965 in Ludwigshafen am Rhein, Abschluss an der Geographischen FakultĂ€t der Ruprecht-Karls-UniversitĂ€t in Heidelberg (Magister Artium der Geographie; mit Geologie u. Ethnologie), wirkt als Inhaber des "Geographischen FachbĂŒros proreg" mit Projekten im regionalen Geotourismus sowie als SachverstĂ€ndiger u. fachlicher Bearbeiter fĂŒr Themenfelder der Geoökologie u. Biogeographie sowie des Lebensraum-/Artenschutzes, zudem fĂŒr Fragestellungen der Subsistenz u. Mensch-Umwelt-Interaktion; freier Autor u. BegrĂŒnder des ökophilosophischen Konzepts "Bewusstseinsgeographie"; hinzu kommen verschiedene Forschungsfelder aus der Geomorphologie, Landschaftsgenese u. Klimageschichte, Geo- und Umweltpolitik u.a.; Verfasser von ĂŒber 100 geowissenschaftlichen, geotouristischen, umweltgeschichtlichen u. geoökologischen Publikationen u. Gutachten, ĂŒber 100 Tafel-Texte fĂŒr Geopfade in Natur- u. Geoparks sowie Besucherzentren; Exkursionen in verschiedene Regionen Eurasiens, u.a. in die Hochgebirge des Himalayas, der Skanden und der Alpen; derzeitige geographische Schwerpunkte: West-Ungarn, SĂŒd-Deutschland u.a.; weiterfĂŒhrende Info, auch mit Überblick zu Publikationen: www.proreg.de


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